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Schiebetüren-Momente und der Weg in die Mausefalle

… nicht nur Paare können von John Gottmans Love-Lab lernen

Auf den ersten Blick eine Kleinigkeit. Die Frage, die untergeht. Das Lächeln, das nicht erwidert wird. Der Gruß, die einladende Geste, der Vorschlag, der ungehört verhallt. Bringt ein Partner ein Bedürfnis zum Ausdruck, hat der andere im Grunde zwei Möglichkeiten: Er nimmt dies zur Kenntnis, schiebt, bildlich gesprochen, die Türe weiter auf und kommt herein. Oder er zieht die Türe zu und wendet sich ab. Im ersten Fall wird Interesse und Verbundenheit ausgedrückt. Im zweiten Fall nicht. Wiederholen sich solche Situationen, wird der Aufforderungscharakter solcher Schiebetüren-Momente wiederholt missachtet, droht Gefahr. Warum?

Wer bin ich, ohne - Weihnachten als Gelegenheit existenzieller Diversifizierung

Eine kleine Meditation über Entwicklung statt Klischee

Es gibt Zeiten, die sind anders. Die dicht gedrängten, übervollen Tage samt den zu kurzen, manchmal schlaflos-langen Nächten, funktionieren nicht. Das Übliche kommt für kurze Zeit zum Erliegen. Unklar, was schwerer wiegt: Erleichterung über die Entspannung - oder das Zurückzucken vor dem, was dann ist. Geben wir es uns zu:

Kein Verstehen mehr, nirgends – Abenteuerland Paarkonflikt I

Sie reden nicht mehr miteinander, ohne dass die Situation eskaliert. Selbst wenn Sie sich vornehmen, diesmal ruhig zu bleiben, innerhalb kürzester Zeit droht die Explosion – mindestens innerlich. Beherrschen wird schnell unmöglich, Sie müssen den Raum verlassen, um es nicht noch schlimmer zu machen. Dabei kennen Sie sich schon lange, haben viel erlebt, durchgestanden, genossen, geschafft, geliebt. Plötzlich – seit wann eigentlich? – ist es anders. Sie weichen einander aus, wollen am liebsten auch das Nötige nur noch per Nachricht regeln. Zunehmend graut Ihnen vor direktem Gespräch. Sie merken, so kann es auf Dauer nicht weitergehen. Mit jedem Mal wird die innere Distanz größer, droht in Abscheu umzuschlagen. Einen Schlussstrich ziehen, mindesten für eine gewisse Zeit Abstand waren? Wie soll das funktionieren, bei den gemeinsamen Verpflichtungen?

Partnerschaft – analoger Weg in digitalen Zeiten?

Warum wollen Menschen mit Führungsaufgaben im 21. Jahrhundert weiterhin in Partnerschaften leben, trotz der Herausforderungen & Versuchungen innerhalb und trotz der wenigen Zeit außerhalb des Arbeitsfelds? Wären situative, kurzfristig flexibel verfügbare On- und Offline-Lösungen nicht zeitgemäßer? Weshalb leben Sie als Führungsperson in einer Partnerschaft?

Finden und Suchen

Ich suche nicht – ich finde.

Suchen, das ist das Ausgehen von alten Beständen
und das Finden-Wollen von bereits Bekanntem.
Finden, das ist das völlig Neue.
Alle Wege sind offen, und was gefunden wird,
ist unbekannt. Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer... (PP)

Klingt es nicht überheblich, einfach vom Finden-Können auszugehen?

Wo Veränderung beginnt

Wie ist es möglich, dass einleuchtende politische, soziale und ökonomische Zukunftskonzepte trotz unmenschlicher Zustände auf so wenig fruchtbaren Boden fallen? Muss sich das so fähige und so zerbrechliche Wesen Mensch grundsätzlich entscheiden, wie es mit seinen paradiesischen Ursehnsüchten und seinem Gefährdet-Sein umgehen will: vertrauensvoll oder ängstlich, mit Zuversicht oder doch eher mit Macht und Gewalt, in Verbundenheit mit Andern oder in unerbittlicher Konkurrenz?